STEFAN ESTER

BILDHAUER

GENDER                             MALE
NATIONALITÄT                GERMANY
MEDIUM                             BILDHAUER
                                               

PERIODE                             CONTEMPORARY
SOLO SHOWS                   3
GROUP SHOWS              20
IMPORTATNT SHOWS   NEW ART SALON
                                              FOUNDATION

 
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Stefan Ester ist ein deutscher Bildhauer, der für den Gebrauch unkonventioneller Materialien bekannt ist. Er verwendet für seine Werke neben Holz und Edelstahl, Bronze, Aluminium und Kupfer auch Kunststoff, Glasfaser sowie Draht. Esters Skulpturen zeichnen sich durch ihre kugelige, figurative Struktur aus. Sie entfalten eine Art pausierende, mitten in der Bewegung innehaltende Dynamik, was in wirbelnden Abstraktionen resultiert. Geboren am 22. Februar 1963 unter dem Namen Stefan Johann Michael Ester in Füssen in Deutschland, zog Ester mit seiner Familie ein Jahr später nach Garmisch-Partenkirchen, wo er immer noch lebt und arbeitet. Die Ausbildung zum Bildhauer absolvierte Ester 1981 - 1984 an der staatlichen Berufsfachschule für Holzbildhauer und Schnitzer in Oberammergau. 1984 - 1989 lehrte und studierte Ester bei verschiedenen deutschen Bildhauermeister unter anderem bei dem bekannten deutschen Innungsmeister der Bildhauerei, Josef Michael Fux aus Oberammergau (*1938) Skulptur. Im Vorhof bei Fux in Oberammergau probierte er sich erstmals an erste Schneeskulpturen.

 

Im Jahr 1990 wurde er mit dem angesehenen Nachwuchsförderpreis in Garmisch-Partenkirchen ausgezeichnet, ein Kunstpreis für Künstler:innen, die einem breiten Publikum vorgestellt werden, als Anerkennung, künstlerischen und jungen Schaffens in Deutschland.

 

Auch Ester beginnt zunächst in den 1990er-Jahren eine Laufbahn in der Illusionsmalerei, Lüftlmalerei, Vergolderei, Fassmalerei und Restauration. Ester arbeitet an antiken Originalen, ergänzte an Händen die Finger oder restaurierte Kirchenfiguren für anderer Bildhauer, Antiquitätenhändler und arbeitete auch für das Kloster in Andechs. 

 

Inspiriert und geprägt wurde Ester 1991 durch den renommierten deutschen Konzeptkünstler und dreifachen documenta Teilnehmer Prof. Nikolaus Lang (geb. Oberammergau 1941, verstorben 2022 in Murnau) auf seiner Ausstellung „Nunga und Goonya“ im Haus der Kunst in München, einer Wanderausstellung, wo Nikolaus Lang zwei Jahre seinen Australien-Aufenthalt in Sand-Bildern und Installationen aus dortigen Fundstücken der Öffentlichkeit vorgestellt hat. 

 

Prägend für Stefan Esters Arbeiten waren die Teilnahmen an internationalen Schneeskulpturen- und Feuerskulpturensymposien sowie -Wettbewerbe, wo Ester neben der Faszination von unterschiedlichen Dimensionen durch Schnee und Feuer auch deren Vergänglichkeit bewusst wahrnehmen konnte. 

 

Die Motivation des transzendenten Denkens durch den Kreislauf von der Entstehung bis zur Vergänglichkeit mit Eis und Feuer, bis es dahin schmilzt oder verbrennt, beeindruckt Ester und stellt den Schaffensprozess in den Vordergrund.

 

In den 2000er-Jahren stoßen die Bewegungen Land Art, Naturkunst, Environmental Art und Konzeptkunst die künstlerische Entwicklung von Stefan Ester maßgeblich an und befruchten zahlreiche unterschiedliche Werkgruppen vorrangig in der Plastik.  

 

Er bereiste Länder wie Kanada, Grönland, Vereinigten Staaten von Amerika, Schweden, Holland, Frankreich, Italien, Estland, Argentinien und Russland. Durch die Faszination vom Phänomen der Reibung war Ester stark beeindruckt. Der künstlerische Austausch mit anderen Bildhauern war für Esters Werk von künstlerischer Fruchtbarkeit und Weiterentwicklung in seinem Werdegang. Während er in den unterschiedlichen Ländern neue Eindrücke und andere Sichtweisen sammelte und in seinem Œuvre verbaute, erlebte Ester eine fortwährende Entwicklung in unterschiedlichen Arbeitsweisen. 

 

Zeitgleich entstand in den 1990er-Jahren eine seiner Hauptwerkgruppe „Die Gottesanbeterin“. Angewidert vom damaligen Klischee der Vorstellungen von Schönheit und dem angesagten Schönheitswahn. Es entstand die Symbiose aus einem Insekt und einer Frau. Geschaffen aus Materialien wie Holz, Stein, Bronze, Aluminium und Zinn. 

 

Internationale Auszeichnungen und Preise zeichnen Esters Werk aus, bis er im Jahr 2008 den ersten Jurypreis und den ersten Preis der Künstler auf der „Internationalen Skulpturen Biennale“ in Resistencia, Chaco in Argentinien „of the Most Excellent Sculptors“ erhielt. In Begleitung von zwei Bodyguards und einem Publikum von 30.000 Besuchern weltweit wurde der damals 45-Jährige gefeiert. 

 

Im Jahr 2010 erhielt Ester in Deutschland, Bad Salzungen, St. Blasien und Hünfeld jeweils den ersten Jurypreis.

 

Im Jahr 2016 nimmt die Kunstvereinigung BBK Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler e. V. Stefan Ester als Mitglied auf. 

 

Werke von Stefan Ester werden heute in bedeutenden internationalen Museen der Öffentlichkeit präsentiert, darunter das Sanyi Wood Sculpture Museum in Taiwan, Geumgang Nature Art Pre-Biennale in Korea, im Museum Garmisch-Partenkirchen, Deutschland und im Museum Resistencia, Argentinien. 

 

„Nicht ich bin wichtig, sondern meine Arbeit.“ 

Stefan Ester